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27.01.2011 19:00
2011 muss Jahr der guten Luft werden

„Die strengen Grenzwerte für die Qualität unserer Luft haben einen Grund: die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen. Als das Immissionsschutzgesetz-Luft 1997 in Kraft trat, wurden Grenzwerte festgelegt, die in einem Stufenplan bis zum Jahr 2012 zu erreichen sind. Ab 2012 gelten die Grenzwerte in vollem Umfang. Die grüne Bilanz am Jahresende 2010 zeigt: die Landesregierung und die Gemeinden haben noch großen Handlungsbedarf“, fordert der grüne Bezirkssprecher Dr. Sepp Brugger mehr Anstrengungen für eine bessere Luft im Lienzer Becken.
„Bei den Feinstäuben hat sich insgesamt manches gebessert. Das ist erfreulich. Und man sieht auch, dass man etwas für bessere Luft tun kann. Bei den Stickoxiden liegt die Messstelle Lienz nach einer vorläufigen Auswertung für 2010 aber schlecht: mit 40 µg NO2 pro m³ Luft an der Amlacherkreuzung in Lienz ist es schwer möglich, den Grenzwert von 30 µg ab 1.1.2012 zu erreichen. Die hohe Verkehrsdichte Lienzer Becken ist ein Verursacher der dicken Luft.“ pocht Brugger auf größeres Engagement der Landesregierung und der Gemeinden.
„Da versteht aber auch niemand die Haltung der Landesregierung, die nicht einmal bereit ist ein Nachtfahrverbot für den Schwerverkehr im Drautal einzuführen. Aber auch die EU-rechtswidrige Begünstigung der Sattelzüge mit Anrainer-Kennzeichen über den Felbertauern, auch wenn Osttirol nur Transitland ist, ist keineswegs ein Beitrag zur Verringerung der Luftbelastung sondern fördert den Transit durch Osttirol“, stellt Georg Willi fest.
„Die Zukunft der Mobilität heißt: öffentlicher Verkehr! Denn Erdöl und damit Sprit wird immer knapper und teurer. Ein gutes Bahn- und Busangebot kann den BewohnerInnen unseres Bezirkes helfen, die Öffis als echte Alternative zum Auto anzunehmen. Daher fordern wir Grüne einen Ausbaustopp für Straßen und eine Umlenkung der Gelder hin zum öffentlichen Verkehr. Dazu ist es notwendig, dass endlich die Bahnverbindung über das Pustertal ausgebaut wird, die Verbindungen am Abend und an den Wochenenden ausgebaut werden und in Lienz ein Citybus den BewohnerInnen im Talboden den Umstieg ermöglicht.“ so Brugger.
„Aber auch beim Hausbrand gilt: Weg von den fossilen Brennstoffen, hin zu den erneuerbaren Energien. Damit der Heizbedarf gesenkt werden kann, muss die Verbesserung der Wärmedämmung und der Ausbau der Solarenergie weiterhin einkommensunabhängig gefördert werden. Das spart Heizenergie, senkt Heizkosten und verbessert die Luft. Das Schöne an diesem Programm ist: Es ist gut für neue Arbeitsplätze und es ist gut für unsere Umwelt! Daher muss 2011 zum Jahr der guten Luft werden, damit am Ende alle Gewinner sind!“ schließen Willi und Brugger.
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